am

Sicher unterwegs mit einem Babybauch

Werdende Mütter verzichten auf einiges, um ihr ungeborenes Baby nicht zu gefährden. Doch schon allein, um die Vorsorgetermine wahrnehmen zu können, setzen sich die meisten von ihnen weiterhin hinter das Steuer. Aber worauf sollten Schwangere vor und während der Autofahrt achten, damit sie sich und ihr Kind sicher ans Ziel bringen? Auf der Homepage von Leihwagenversicherung.de finden sich dazu viele nützliche Tipps von Experten:

Richtiges Anschnallen

Auch eine schwangere Frau ist durch den Dreipunktsicherheitsgurt, so die Einschätzung der Realunfallforschung, ausreichend geschützt. Allerdings muss er richtig angelegt werden. Dadurch drückt der Gurt nicht unangenehm auf den Bauch und gewährleistet gleichzeitig einen maximalen Schutz für Mutter und Kind. Und so funktioniert es: Das diagonale Gurtband des Dreipunktegurtes wird immer weg vom Hals über Schulter und Brustpartie angebracht. Das untere Gurtband verläuft so tief wie möglich unterhalb des Babybauches enganliegend an der Hüfte. Zudem sollte die Rückenlehne so eingestellt sein, dass der Rücken gerade ist und eine gute Sicht auf die Straße gewährleistet wird. Natürlich sollte diese Sitzposition für die werdende Mutter bequem sein. Die Kopfstütze muss so angepasst werden, dass sie sowohl den Hals als auch Rücken gut stützt. Schwangere sollten stets darauf achten, dass zwischen dem Lenkrad und ihrem Körper ein Abstand von 25 Zentimetern besteht. Kommt es zu einem Aufprall oder einer Vollbremsung, stößt der Babybauch so nicht gegen das Lenkrad. „Schwangere Beifahrerinnen sollten über einen Abstand von 25 Zentimetern zum Airbag verfügen“, rät Christel Scheichenbauer vom Hebammenlandesverband Baden-Württemberg. Der Airbag schade dem Baby nicht.

Pausen und Flüssigkeit

Schwangere sollten sich nur dann hinter das Steuer setzen, wenn sie sich absolut fit fühlen. Da werdende Mütter beim Autofahren schneller müde werden, empfiehlt Scheichenbauer, viel zu trinken und das Auto kühl zu halten. Um sich gut konzentrieren zu können, rät die Hebamme zu gesunden Snacks wie Nüssen, die man griffbereit im Fahrzeug liegen hat. „Bei längeren Fahrten sollten werdende Mütter mindestens alle zwei Stunden eine Pause einlegen, um sich die Füße zu vertreten“, sagt Scheichenbauer. Empfehlenswert seien hier auch Kompressionsstrümpfe, um der Gefahr von Thrombosen entgegenzuwirken.

Bei leichten Auffahrunfällen: Arzt aufsuchen

Bereits bei einem leichten Auffahrunfall sollten Schwangere gleich einen Facharzt aufsuchen oder sich ins nächstgelegene Krankenhaus bringen lassen. Denn bei einem Unfall entsteht so gut wie immer Druck auf den Bauchbereich. Und der kann dem ungeborenen Kind schaden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Blutungen und einer Plazentaablösung kommen. Prof. Dr. Diethelm Wallwiener von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen warnt jedoch davor, bei Auffahrunfällen in Panik zu verfallen: „Das Kind erfährt im Mutterleib durch den abgeschlossenen Raum in der Fruchtblase einen besonderen Schutz, so dass nicht jeder Unfall mit einem Schaden für Mutter und Kind gleichzusetzen ist.“ Oft zeichnen sich nach dem Unfall die Sicherheitsgurte als Druckstellen auf dem Bauch ab und trotzdem gehe es dem Kind gut, weiß Gabi Bauer vom Deutschen Hebammenverband. Werdende Mütter sollten für alle Fälle immer ihren Mutterpass dabei haben.

Kurz vor dem Geburtstermin sollten schwangere Frauen das Autofahren auf das Nötigste einschränken. Wer bereits vor der Geburt unter Bluthochdruck oder schlecht eingestellter Schwangerschaftsdiabetes leidet, sollte sich sicherheitshalber gar nicht erst hinter das Steuer setzen.

Auf der Homepage von Leihwagenversicherung.de findet sich eine Infografik, auf der alle Tipps noch einmal übersichtlich zusammengefasst sind.

(jg)(c) Eltern.de